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Kurzinfo

Vorwort

Da ich weiß dass man in einer Clusterepisode nicht den Nerv dazu hat auch noch seitenweise Infos über seine Krankheit durchzulesen zu müssen, möchte ich hier in Kurzform erläutern, was Clusterkopfschmerz ist und welche Medikamente nach der Diagnose unbedingt verschrieben werden sollten. Wenn die gängigen Medikamente nicht wirken kann man dann Alternativen erwägen.

Alle Kurzinfos sind detailliert auf meinen weiteren Seiten beschrieben. Also wenn ein Thema interessant sein sollte - einfach auf den betreffenden Link klicken...



Was ist Clusterkopfschmerz?

Clusterkopfschmerzen sind extrem schmerzhafte Kopfschmerzattacken die anfallartig und meist innerhalb kürzester Zeit (innerhalb von 5 - 10 Minuten) aus dem Nichts heraus auftreten. Oft wird die Attacke so beschrieben, als wenn einem ein glühender Nagel durch das Auge gestoßen würde. Die Schmerzen sind so extrem, dass der Clusterkopfschmerz teilweise auch als Selbstmord- oder Suezidkopfschmerz bezeichnet wird.

Die meisten Betroffenen leiden unter einem "episodischen" Clusterkopfschmerz. In der Episode können täglich bis zu 8 Attacken auftreten, die unbehandelt bis zu 3 Stunden anhalten können. Episodiker haben diese Attacken von ca. 2 Wochen bis zu mehreren Monaten, sind danach aber wieder absolut beschwerdefrei (teilweise mehrere Jahre) bis die nächste Episode anfängt.

Leider gibt es auch Patienten die chronisch an CKS (Clusterkopfschmerzsyndrom) leiden. In dieser Verlaufsform gibt es keinerlei Remissionsphasen mehr.

CKS ist nicht sehr weit verbreitet - viele Ärzte kennen diese Krankheit gar nicht. Clusterkopfschmerz muss unbedingt von einem Neurologen der sich auskennt, bzw. in einem Kopfschmerzzentrum diagnostiziert werden.
Weiterführende Links zu Ärztelisten findet ihr in meiner Linkliste.
Detailierte Informationen über CKS findet ihr unter der Rubrik "Was ist Cluster".



Medikation

Die Medikamente bei Clusterkopfschmerz sind sehr eingeschränkt und kommen oft aus der Migräneforschung. Teilweise wurde nur zufällig festgestellt, das gewisse Medis eine Wirkung bei CKS erzielen. Die Krankheit ist leider nicht sehr weit verbreitet. Forschungen von Pharmabetrieben sind somit nicht "rentabel".

Es gibt für die Behandlung von Clusterkopfschmerz zwei verschiedene Bereiche die sich unterteilen in "Attackenkupierung" und "Prophylaxe".

  • Sauerstoff (Attackenkupierung)
    Zur Attackenkupierung ist Sauerstoff das Mittel erster Wahl. Reiner Sauerstoff ist nebenwirkungsfrei und hilft sehr vielen CKS-Patienten. Wichtig hierbei ist, dass nur Sauerstoff in Flaschenform ideal zur Kupierung von CKS-Attacken geeignet ist. Auch muss unbedingt eine möglichst dicht schließende Maske verwendet werden - Nasenbrillen sind wirkungslos.

    Mit der Inhalation des Sauerstoffs ist immer sofort am Anfang der Attacke zu beginnen - jede Verzögerung kann dazu führen dass der Sauerstoff nicht mehr wirkt.
    Die Sauerstoffmenge sollte mindestens 7l/Minute betragen, es kann aber auch anfangs bis zu 15l/Minute nötig sein. Beim der Applikation ist immer eine sitzende oder stehende, leicht vornüber gebeugte Haltung einzunehmen, eine Inhalation im Liegen bringt oft nicht den gewünschten Erfolg.

    Weiterführende Infos zum O2 findet ihr unter "Sauerstoff".


  • Triptane (Attackenkupierung)
    Da die Schmerzattacken bei CKS sehr schnell auftreten helfen die gängigen Schmerzmittel nicht, da die Zeit bis zum Wirkeintritt viel zu lange ist. Hier greift man auf Triptane zurück, die auch wiederum aus der Migräneforschung stammen. Triptane finden bei mir Anwendung wenn ich die Attacke nicht mit Sauerstoff kupieren kann.

    Triptane gibt es in verschiedenen Verabreichungsformen. Für die Attackenkupierung sollten CKS-Patienten allerdings Triptane verwenden die einen sehr schnellen Wirkeintritt haben. Dies ist vor allem "Imigran®-Inject" oder "Hormosan®-Sumatriptan inject" (ein Sumatriptan in "Pen-Form"), "Imigran®-Nasal" (Sumatriptan Nasenspray) und "AscoTop®-Nasal" (Zolmitriptan Nasenspray).

    Triptane, vor allem in Pen- bzw. Sprayform, werden von Ärzten sehr ungern verschrieben, da Diese sehr teuer sind. Als CKS-Betroffener sollte man, nach der eindeutigen Diagnose, auf die Medikamente bestehen. Jeder weiß welche Schmerzen man aushalten muss wenn man keine Möglichkeit zur Attackenkupierung hat.

    Detailierte Informationen über alle Triptane findet ihr unter "Medikament/Triptane allgemein".


  • Verapamil (Prophylaxe)
    Um die Attackenanzahl bzw. Schmerzstärke zu veringern, oder gar ganz auszusetzen, sollte man auf jeden Fall zusätzlich vorbeugende Medikamente einnehmen. Hier empfiehlt sich vor allem Verapamil, da dieses Medikament relativ nebenwirkungsarm und vor allem gut verträglich mit Triptanen ist.

    Verapamil gibt es in einer retardierten und einer nicht retardierten Form. Das retardierte Verapamil hat den Vorteil, dass sich der Wirkstoff über die gesamte Zeit gleichmäßig verteilt. Bis zur Wirkung des Verapamils können 2 - 3 Wochen vergehen. Viele Ärzte verschreiben zum Übergang bis zum Wirkeintritt Cortison.

    Die Dosierung des Verapamils ist vom behandelnden Arzt festzulegen. Höhere Dosierungen sind immer Ein- bzw. Auszuschleichen. Normalerweise beginnt man mit 2*120mg in der retardierten Form bzw. 3*80mg in der unretardierten und dosiert dann langsam auf. Laut Beipackzettel sollten 480mg nicht überschritten werden. Allerdings gibt es viele Betroffene die 720mg und mehr nehmen. Bei solch hohen Dosierungen ist eine regelmäßige Überwachung durch den Arzt allerdings unerläßlich.

    Weitere Infos zur prophylaktischen Therapie findet ihr hier.



Das war in Kurzform das Wichtigste über Clusterkopfschmerz und die Medikamente. Alle wichtigen Themen sind ausführlich, und möglichst für jeden verständlich, auf meinen Seiten behandelt. Ich hoffe ihr seht euch weiter um und könnt viele nützliche Infos bekommen.




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